Die Geschichte des Spitz / Großspitz

Der Großspitz gehört zu den ältesten Hunderassen Europas. Bereits seit Jahrhunderten wurde er als Haus-,Hof- und Wachhund gehalten und gezüchtet.

Heutzutage findet man ihn meistens als Familien- oder Begleithund! Das jedoch ziemlich selten. Denn über die Jahre ist er in Vergessenheit geraten. So kam es dazu das seit dem Jahr 2003 der Großspitz auf der “Roten Liste”(extrem gefährdet) des GEH zu finden ist. Zum Vergleich eine Auflistung der Welpenzahlen des VDHs.

Quelle: Welpenstatistik des VDH ohne Registerwelpen

Die Gesichte des Spitzes oder der genauer der Spitzähnlichen Rassen beginnt bereits vor mehreren Tausend Jahren. Nicht umsonst gilt er als eine der ältesten und Ursprünglichsten Rassen von allen. 

So gibt es die ersten Hinweise auf den Spitz bereits um 4.000 v.Chr. Mann findet sie auf der ganzen Welt verstreut, als Münzen Tonwaren oder antiken Mosaiken. 

So zeigen römische sowie griechische Vasen und Malereien des Melitan Miniature Dog, große Ähnlichkeiten mit unserem heutigen Spitz.

 

Oft spricht man so vom Pfahlbauspitz oder auch Torfspitz da man Langezeit glaubte das der prähistorische Torfhund der direkte Vorfahre unserer Spitze ist. Dies lag vorallem an der großen Ähnlichkeit zu den heutigen Spitzrassen.

Jedoch stellte sich inzwischen heraus das sich der Schädel und auch das Skelett durchaus vom Torfhund unterscheidet. Auch zeigte die genetische Ähnliche keine klare Abstammung mit den modernen Rassen.

Chous, made in Puglia, Italy, ca. 360BC-350BC
Bild: George Stubbs - 1791
Das der Spitz sich im Gegensatz zu einigen anderen Rassen in den vergangen hundert Jahren kaum verändert hat, zeigen viele Gemälde und später auch Fotografien.
So zeigt beispielsweise das Gemälde “Fino and Tiny” von George Stubbs aus 1791 den Großspitz des “Prinzen von Wales” der anders wie viele seiner heutigen Vertreter eine schwarz/ wildfarbene Scheckung aufweist. 
 

Wie auch der Prinz von Wales begann der restliche Adel im 17. Jahrhundert gefallen dran Hunde zuhalten. Besonders der weiße Spitz war sehr beliebt bei der reichen Schicht.

Erst im Laufe der Zeit breitete sich auch unter den normalen Bürgern die Haltung der Hunde und darunter die des Spitzes aus. Anders als beim Adel erfüllte er hier oft den Zweck als Wachhund für Haus und Hof.
Ebenso erhielten sie mit der zeit weitere Aufgabengebiete beispielsweise als als sogenannte „Schifferspitze“ auf Frachtkähnen oder weiter südlich als “Weinbergspitz” wo besonders der große Schwarze eingesetzt wurde.